Portraits

 

Im Laufe der Jahrhunderte ist eine Reihe von Persönlichkeiten der Familie v. Arnim auf unterschiedlichen Gebieten in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden.

Auf dieser Seite sollen einige ausgewählte Familienmitglieder im Detail mit Verweisen auf andere Webseiten vorgestellt werden. 


Hans Georg v. Arnim
Feldherr, Staatsmann

Zu seiner Zeit wurden die Namen noch nicht einheitlich geschrieben. So wird er manchmal auch Johann Georg genannt. Als Nachnamen finden sich "von Arnheim" ebenso wie "von Arnhaimb", "Ab Arnheymb" und einige andere Varianten mehr. Auch die italienische Version war gebräuchlich: "Gio: Giorgio d' Arnheim". Er selbst unterschrieb 1633 beispielsweise den Waffenstillstand von Schweidnitz mit "Hans Georg von Arnimb".

Er entstammte einem inzwischen im Mannesstamme erloschenen Boitzenburger Familienzweig, der im Gegensatz zum heute noch lebendigen Hause Boitzenburg als "Alt-Boitzenburg" bezeichnet wird. Sein Stammsitz Boitzenburg liegt 20 km nördlich Templin in der Uckermark, war 1528 von seinem Großvater Hans v. Arnim gegen das umfangreiche Lehen Zehdenick getauscht worden und befand sich bis zur Enteignung 1945 in erblichem Besitz der Linie v. Arnim zu Boitzenburg.

Sein Vater war der Landvogt der Uckermark und markgräfliche Hofmarschall Bernd v. Arnim (1542 - 1611), seine Mutter dessen erste Gemahlin Sophia geb. v. der Schulenburg (1556 - 1605).

Hans Georg v. Arnim
* 1583, † 1641  

 

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siehe auch: Klaus Goebel, Schillers Arnheim in Wuppertal - Das Denkmal des Feldherrn Hans Georg von Arnim aus Liegnitz (PDF-Datei)

 

Achim v. Arnim  
Dichter, Schriftsteller

Sein voller Vorname ist Carl Joachim Friedrich Ludwig. Er selbst nannte sich auch vielfach Ludwig Achim. Heute ist er allseits als "Achim v. Arnim" bekannt.  
Achim v. Arnim entstammt dem uckermärkischen Familienzweig Blankensee. Sein Vater war der Königlich preußische Kammerherr Joachim Erdmann v. Arnim (1741 - 1804), der in der Uckermark mehrere Güter besaß, im Dienste des Königs von Preußen Gesandter am Hof in Kopenhagen, später in Dresden war und danach als "Directeur des Spectacles" mit der Leitung der königlichen Theater in Berlin beauftragt wurde. Aus Geldmitteln seiner Schwiegermutter, der Bankierstochter Caroline Marie Elisabeth Daum, in 3. Ehe mit Hans Labes verheiratet, erwarb Joachim Erdmann v. Arnim das sog. "Ländchen Bärwalde" mit den Gütern Bärwalde, Wiepersdorf, Meinsdorf, Herbersdorf, Rinow, Weißen und Kossin. 
Bei seinem Tod 1804 blieben diese Güter in der Verfügungsgewalt seiner Schwiegermutter Labes, die sie nicht ihren beiden Enkeln, Carl Otto Ludwig, genannt "Pit" (1779 - 1861) und Achim, sondern erst dem künftig zu erwartenden ältesten Urenkel vererbte. So kam es, daß Achim zwar ein Großteil seines Lebens in Wiepersdorf verbrachte, es verwaltet, aber nicht selbst besessen hat. Achims Mutter war Amalia Carolina Labes (1761 - 1781), die unmittelbar nach Achims Geburt verstarb. 
Gemeinsam mit seinem Bruder "Pit" wurde Achim ohne wesentliche Bindung an seinen Vater im Hause seiner Großmutter Labes erzogen

Achim v. Arnim
* 26. Januar 1781 in Berlin, 
† 21. Januar 1831 in Wiepersdorf 

 


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Bettina v. Arnim geb. Brentano
Schriftstellerin

Ihr voller Vorname lautet Elisabeth Catharina Ludowica Magdalena. Sie selbst nannte sich Bettine, und so wird sie auch vielfach von den Autoren der neueren Forschung bezeichnet. 
Bettinas Vater war der Kaufmann und kurtrierische Resident in Frankfurt am Main Peter Anton Brentano (1735 - 1797), ihre Mutter dessen zweite Frau Maximiliane v. La Roche (1756 - 1793), eine Tochter der Schriftstellerin Sophie v. La Roche (1730 - 1807). Bettina war das siebente Kind aus dieser Ehe. Einer ihrer älteren Brüder war der Dichter Clemens Brentano (1778 - 1842), dem sie sich innig und freundschaftlich geistig verbunden fühlte und der ihre Gefühls- und Lebenswelt maßgeblich bestimmte. Als Clemens 1801seinen Studienfreund, den jungen Achim v. Arnim kennenlernte und mit ihm fortan eine enge, sich gegenseitig befruchtende Freundschaft pflegte, die beiden gemeinsam die Liedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" erarbeiteten und herausgaben und sich in vielseitigen geistigen und literarischen Zirkeln engagierten, wurde auch Bettina in diesen Freundeskreis und die Gedankenwelt der Romantik mit einbezogen, was schließlich 10 Jahre später zur Heirat mit Achim v. Arnim führte.

Bettina v. Arnim geb. Brentano
* 4. April 1785 in Frankfurt a. Main, 
† 20. Januar 1859 in Berlin


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Anlässlich der Wiederkehr des 150. Todestages Bettina v. Arnims veranstaltet das Goethehaus Frankfurt in der Zeit vom 20. Januar bis 5. April 2009 eine Sonderausstellung. Dort ist auch der farbig bebilderte Ausstellungskatalog erhältlich. 

(Hier finden Sie weitere Informationen.)

 

Heinrich Alexander Freiherr v. Arnim
preußischer Diplomat, Staatsmann, Politiker

Sein Rufname war Heinrich. Privat, in Briefen und Gedichten, besonders in der späteren Ehe nannte er sich Alexis, was auch von persönlichen Freunden übernommen wurde. Heute werden allgemein die beiden Rufnamen Heinrich Alexander verwendet. Sein Stammhaus war Suckow in der Uckermark. Er wurde als elftes und jüngstes Kind des 2. Fideikommißherrn auf Suckow, Georg Leopold Vivigenz v. Arnim (1747 - 1828) und seiner Gemahlin Charlotte, geb. Gräfin zu Solms-Sonnenwalde (1759 - 1811), geboren. Die wesentliche Grundlage seiner Bildung erhielt er am Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle, wo "seine Hinwendung zu einem pietistisch beeinflußten Christentum" *1) begründet wurde. 

Während der Freiheitskriege wurde er als 17-Jähriger verwundet. Seitdem nannte man ihn auch den „lahmen Arnim“.

Nach einem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften trat Heinrich Alexander v. Arnim in den preußischen Diplomatischen Dienst ein. Die wichtigsten Stationen führten ihn über Bern, München, Kopenhagen, Neapel und Darmstadt auf den Posten des preußischen Gesandten in Brüssel. Zu dieser Zeit wurde er in den preußischen Freiherrnstand erhoben. Das Revolutionsjahr 1848 erlebte er zunächst als preußischer Gesandter in Paris. Eilig nach Berlin zurückgekehrt, wurde er während der Wirren der Berliner Märzrevolution kurzzeitig zum Außenminister ernannt. Auf eigenen Antrag wurde er jedoch noch 1848 von diesem Posten abberufen und trat dann aus dem Staatsdienst aus.

*1) Bussche, Albrecht von dem: Heinrich Alexander von Arnim, Biblio Verlag Osnabrück 1986

Heinrich Alexander Freiherr v. Arnim
* 13. Februar 1798, 
† 5. Januar 1861

 

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Heinrich v. Arnim
Königlich sächsischer Kammerherr, Herr auf Planitz, Voigtsgrün und Irfersgrün,

Berg- und Hüttenherr zu Planitz

 

Georg Heinrich Wolf war der älteste Sohn des Herrn auf Planitz, Voigtsgrün, Irfersgrün, Crossen und Groß Milkau Carl Christoph III v. Arnim und dessen zweiter Ehefrau Johanna geb. v. Möllendorff. Er verlor seinen Vater,  als er noch nicht einmal 12 Jahre alt war. Mit 16 Jahren war er bereits Bergmann und arbeitete danach im Freiberger Silberbergbau. Mit 20 begann er sein Studium an der Bergakademie Freiberg.

 

Als er 30 Jahre alt war, übernahm er die Leitung der ererbten Steinkohlenbergbaubetriebe in Planitz südlich Zwickau. In den kommenden 25 Jahren erwies er sich als weitsichtiger, tatkräftiger Unternehmer, der den Steinkohlenbergbau modernisierte und ausbaute. Mit der angegliederten Königin-Marien-Hütte in Cainsdorf ermöglichte er die Verwertung der eigenen Kohle zur effektiven Eisenverhüttung und Stahlgewinnung.

 

Ihm gelang der Wechsel vom landwirtschaftlich geprägten Grundbesitzer zum umsichtigen, fortschrittlichen und fürsorglichen Unternehmer an der Schwelle zum Industriezeitalter.

Heinrich v. Arnim
* 18. Juli 1800 vermutl. in Merseburg, 
† 9. Oktober 1855 in Planitz

 

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Adolf-Heinrich Graf v. Arnim
Preußischer Verwaltungsbeamter, Politiker, Herr der Grafschaft Boitzenburg

 

Adolf-Heinrich wurde als zweiter Sohn von Friedrich Abraham Wilhelm Graf v. Arnim und Georgine, geb. Gräfin v. Wallmoden-Gimborn, am 10. April 1803 in Berlin geboren. Die Ehe seiner Eltern wurde  1808 geschieden, und der Vater starb schon 1812 im Alter von nur 45 Jahren. Danach lag die Erziehung des Jungen und die Entscheidung über seine Ausbildung bei der Großmutter Freda Antoinette Gräfin v. Arnim und dem Mitvormund Freiherr vom Stein. 

Adolf-Heinrich besuchte zunächst das Werder'sche Gymnasium in Berlin und studierte anschließend Jura in Göttingen und Berlin.

Mit 27 Jahren wurde er Landrat seines Heimatkreises Templin. In kurzen Abständen folgten Verwendungen als Regierungsvizepräsident in Stralsund sowie als Regierungspräsident in Merseburg und Aachen. 37jährig wurde er Oberpräsident in der Provinz Posen, um zwei Jahre später, 1842, zum preußischen Innenminister berufen zu werden. Im März des Revolutionsjahres 1848 ernannte ihn König Friedrich Wilhelm IV. zum Ministerpräsidenten. Aber die Gegensätze der Auffassungen zwischen dem König und seinem Ministerpräsidenten erwiesen sich als zu groß. Adolf-Heinrich trat nur wenige Tage nach Amtsantritt zurück. 

Danach hat er Staatsämter nicht wieder übernommen. Er widmete sich der Verwaltung seines Besitzes Boitzenburg, war kurzzeitig Mitglied der Nationalversammlung in Frankfurt, später des Abgeordnetenhauses des preußischen Landtags. Schließlich hatte er einen erblichen Sitz im preußischen Herrenhaus inne.

 

Adolf-Heinrich Graf v. Arnim
* 10. April 1803 in Berlin, 
† 8. Januar 1868 in Boitzenburg

 

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Heinrich Ludwig Ferdinand v. Arnim
Architekt, Aquarellmaler, preußischer Hofbaurat, Professor

Ferdinand v. Arnim, so sein Rufname, stammt aus dem uckermärkischen Arnim-Stammhaus Kraatz. Sein Ur- und sein Ururgroßvater hatten dieses Gut besessen, es aber schon 1774 verkauft, um sich in der Neumark anzusiedeln. Die Nachkommen dieses Familienzweiges bezeichnet die Familie heute noch als "aus dem Hause Kraatz".

Ferdinands Vater war der Kgl. preuß. Hauptmann und spätere Hauptsteueramtsrendant zu Prenzlau Friedrich Ludwig I v. Arnim (1783 - 1827), ein Patenkind Friedrichs des Großen. Die Mutter Ferdinands war Henriette Wilhelmine Gadebusch (1778 - 1844).

Ferdinand v. Arnim absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Architekten an der Königlichen Bauschule in Berlin und trat kurz nach Abschluß dem Berliner Architektenverein bei. Er war Schüler Karl Friedrich Schinkels und arbeitete anfangs häufig nach Entwürfen von Ludwig Persius, Ludwig Ferdinand Hesse und Friedrich August Stüler, z. B. die Friedenskirche in Potsdam. Ab 1846 war er Lehrer/Professor an der Bauakademie und wurde zum Hofarchitekten des Prinzen Carl v. Preußen berufen. Mit dem Bau seiner eigenen Villa Arnim am Rande des Parks von Sanssouci setzte er Maßstäbe. Hervorzuheben sind die Umgestaltung des Jagdschlosses in Glienicke und der Bau der Schweizerhäuser in Klein Glienicke.

Heinrich Ludwig Ferdinand v. Arnim
* 15. September 1814, 
† 27. März 1866


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Harry Graf v. Arnim
Diplomat

Harry v. Arnim trat in den preußischen diplomatischen Dienst ein und brachte es zu wichtigen und einflußreichen Stellungen.

Er war preußischer, später norddeutscher Gesandter beim päpstlichen Stuhl in Rom und machte sich während der Zeit des 1. Vatikanischen Konzils (1869/70), als es besonders um die Frage der päpstlichen Unfehlbarkeit ging, einen Namen. 1871 wurde er beauftragt, die Verhandlungen zum deutsch-französischen Frieden zu führen. Ende 1871 berief man ihn auf den wichtigen Posten des Botschafters des deutschen Kaiserreichs in Paris. Er erlangte die Kammerherrenwürde, wurde in den Grafenstand erhoben und zum Wirklichen Geheimen Rat, Exzellenz, ernannt. Er hatte persönlichen, vertrauten Zugang zu Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta.

Aus heutiger Sicht ist nicht seine Lebensleistung von besonderem Interesse. Sein Name steht vielmehr für die damals ungewöhnlich scharfe und harte politische Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Reichskanzler Fürst Bismarck. Sie wurde öffentlich in einer Art Pressekrieg geführt und endete nach mehreren Straf- und Disziplinargerichtsverfahren mit harter Verurteilung zu einer Zuchthausstrafe, dem Gang ins Ausland, um sich der Vollstreckung zu entziehen, und dem frühen Tod.

Schon bald ist der Verdacht aufgekommen, daß die Justiz mißbraucht wurde, um einen unliebsamen Konkurrenten auszuschalten. Die "Arnim-Affäre" und die "Arnim-Prozesse" sind bis heute nicht vergessen und bieten auch in neuerer Zeit Stoff zu Publikationen. Schließlich ist sein Name mit dem auch heute noch so genannten "Arnim-Paragraphen" verbunden, der erst nachträglich, im Februar 1876, als § 353a in das Strafgesetzbuch aufgenommen wurde, um die Harry v. Arnim zur Last gelegten Taten besser fassen und zum Straftatbestand machen zu können.

Harry Graf v. Arnim
* 3. Oktober 1824, 
† 19. Mai 1881

 

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Informationen zum Stichwort "Arnim-Paragraph" finden Sie hier als *.pdf Datei

Zum Thema "Arnim-Paragraf" ist 2009 eine Dissertation von Herrn Dr. Klaus Hermann Ringwald erschienen, die im Buchhandel erhältlich ist. 
Näheres ist hier zu finden.

Gisela v. Arnim
Schriftstellerin

Gisela Ottilia Beata, so ihr voller Vorname, war das jüngste der sieben Kinder Achims und Bettinas v. Arnim. Beim Tode des Vaters erst vier Jahre alt, lebte sie mit der Mutter ständig zusammen, wurde von ihr als Lieblingskind besonders verwöhnt und entwickelte sich geistig weit über ihre Jahre hinaus. Noch nicht sechsjährig ließ sie sich mit Vorliebe Shakespeare vorlesen und lernte nur, um nicht auf andere angewiesen zu sein, in Kürze selber lesen. 'Gisela war hochbegabt, verstand alles, wußte viel, aber lernen wollte sie nicht', beklagte sich Maxe, die die jüngere Schwester neben Schreiben (...) auch in Rechnen, Geographie und Französisch unterrichtete.
Herman Grimm [später Professor für Kunstgeschichte und Geheimer Regierungsrat] war seit der Zeit wie ein Kind im Hause Arnim gewesen, schloß sich an die gleichaltrige Gisela sofort in herzlicher Freundschaft an, die, niemals wankend, immer enger wurde und schließlich zur Ehe führte [, die kinderlos blieb]. (...).  
Gisela starb 1889 auf einer Reise in Florenz *)".

*) aus "Das Geschlecht von Arnim, Geschichte der Familie, Der Haupstamm Gerswalde, 3. Zweig Blankensee", bearbeitet von Achim v. Arnim Zernikow, Dietlof v. Arnim Wiepersdorf und Christel v. Arnim Wiepersdorf, Selbstverlag 1993
weitere Quelle: Gutenberg http://gutenberg.spiegel.de/autoren/arnimg.htm

Gisela v. Arnim
* 30. August 1827, 
† 4. April 1889

 

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neu erschienen:

 

Bettina und Gisela v. Arnim, Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns, Märchenroman, Manesse Verlag, Zürich 2008. 

Siehe: "Hochgräfin Krimskrams"  von Hermann Kurzke in Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31. 7. 2008, Nr. 177, S. 32.

 

 

Mey, Eva: Ich gleiche einem Stern um Mitternacht. Die Schriftstellerin Gisela von Arnim, Tochter Bettinas und Gattin Herman Grimms;

Hirzel Verlag Stuttgart 2004

 

Hans v. Arnim
Dr. phil., Dr. phil. h. c., ordentlicher Professor der Klassischen Philologie

 

Sein Vater war Friedrich v. Arnim, Herr auf Groß Fredenwalde und Albertinenhof in der Uckermark; seine Mutter Adelheid v. Arnim geb. v. Arnim a. d. H. Milmersdorf. 

Hans studierte in Greifswald bei Prof. Ulrich v. Wilamowitz-Moellendorff Klassische Philologie und fand hierin seine Bestimmung für das Leben. Nach Promotion und Habilitation führte ihn sein Berufsweg von der Universität Halle zunächst an die Universität Rostock, wo er zum ordentlichen Professor berufen wurde. 1900 folgte er einem Ruf an die Universität Wien, wo er Nachfolger von  Theodor Gomperz auf dem Lehrstuhl für griechische Philologie wurde..

Während des Ersten Weltkrieges kehrte er vorübergehend nach Deutschland zurück und wechselte 1914 an die Universität Frankfurt am Main. 1916/17 ernannte man ihn zum Rektor der Universität. 1921 kehrte er an die Wiener Universität zurück. 

Hans v. Arnim war der erste der Familie v. Arnim, der nicht den sonst meist vorgezeichneten Weg der Verwaltungs-, Diplomaten- oder Soldatenlaufbahn einschlug und sich aus eigener Kraft als Geisteswissenschaftler hohe Verdienste erwarb.

1884 heiratete er Elisabeth Riese (1859 - 1945), die Tochter des Geheimen Sanitätsrats Dr. med. Julius Riese, Direktor des Elisabeth-Krankenhauses in Berlin, und der Elisabeth Riese, geb. Beck. Das Ehepaar hatte 2 Söhne und 2 Töchter.

Hans v. Arnim
* 14. September 1859,    † 25. Mai 1931  


Links und weitere Details zu Hans v. Arnim

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Hans von Arnim, Referat von Christa Dempf-Dulckeit, geb. von Arnim

Hans von Arnim in: Egermann, Franz: Neue Deutsche Biographie, Bd. 1, Duncker & Humblot, Berlin, 1953, S. 372

Hans von Arnim in http://wikipedia.org

Verzeichnis der Werke im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Auszug aus seinem Tagebuch von 1875


Elizabeth v. Arnim
Schriftstellerin

Mary Annette Gräfin v. Arnim, geb. Beauchamp, in ihrer Familie wurde sie May gerufen.

Als Schriftstellerin veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Elizabeth and her German Garden" anonym. Nachdem dieses Buch von Anfang an erfolgreich war, gab sie bei ihren weiteren Werken ohne Namensangabe den Hinweis "by the author of Elizabeth and her German Garden" an. Von da an wurde die autobiographisch angelegte Figur der Elizabeth als Synonym für ihre Person gesehen. Nur den 1917 herausgegebenen Roman "Christine" schrieb sie unter dem Pseudonym Alice Cholmondeley.

Erst in neuerer Zeit ist sie in Deutschland unter dem Namen Elizabeth v. Arnim bekannt geworden, da ihre zwischen 1898 und 1940 veröffentlichten   Werke jetzt unter diesem Namen neu verlegt werden. Das gilt auch für Bücher, die sie ab 1916, nach ihrer zweiten Heirat mit Francis Russell, Viscount of Amberley, schrieb.  

Ihr Vater war der Kaufmann Henry Herron Beauchamp, der 1848 von London nach Australien gegangen war und dort ein ansehnliches Vermögen erworben hatte. Ihre Mutter war Elizabeth (Louey) Beauchamp geb. Weiss Lassetter. Die englische Schriftstellerin Katherine Mansfield (eigentlich Kathleen Mansfield Beauchamp) (1888 - 1923) war ihre Cousine.

Elizabeth v. Arnim
* 1866,    † 1941  


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Elsa v. Arnim 
Kunstmalerin

Elsa Marie Erna Blanka Louise von Arnim kam am 5. Mai 1888 in Züsedom als siebtes und jüngstes Kind ihrer Eltern Carl von Arnim (1846 - 1913), Gutsherr auf Züsedom, und seiner Ehefrau Sophie geb. Gräfin von Schwerin (1851 - 1933) zur Welt. Züsedom liegt am Nordrand der Uckermark, etwa 8 km südöstlich von Pasewalk. Ihr Großvater Hans von Arnim (1789 - 1861) hatte das Gut 46 Jahre zuvor gekauft. Es blieb bis 1945 im Besitz der Familie und bot Elsa bis dahin eine vertraute Stammheimat.

Elsa entdeckte früh ihr außergewöhnlich künstlerisches Talent, das sie durch intensiven Unterricht, Studien und eigene künstlerische Tätigkeit eifrig und zielstrebig zu fördern wusste. Zeit ihres Lebens hat sie alles gemalt, was ihre Augen und ihr Herz erfassen konnten, überwiegend Ölgemälde. Nach ihrer Heirat mit Bruno Schwarze hieß sie Elsa Schwarze-von Arnim, signierte ihre Werke aber stets mit ihrem Mädchennamen und wurde in der Kunstwelt auch weitgehend Elsa von Arnim genannt.

„Ich male alles mit der Hand meines Herzens“ hat sie von sich selbst gesagt. Sie malte Menschen, Landschaften, Blumen, Stillleben, Interieurs, Straßenszenen, Häfen - gern unter südlicher Sonne aber auch andernorts. Wo immer sie sich aufhielt, erfasste sie Farben, Formen, Licht und Stimmungen. Ihr Oeuvre umfasst Hunderte von Gemälden, deren Zahl noch nicht vollständig erfasst werden konnte. Etwa 200 gingen im Krieg verloren. Bis ins hohe Alter lebte sie tätig mit Pinsel, Spachtel, Palette und Leinwand inmitten ihrer Bilder. Zahlreiche Ausstellungen würdigten ihr Lebenswerk.

Elsa von Arnim

Elsa v. Arnim
* 5. Mai 1888,  

† 3. April 1980


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Hans-Jürgen v. Arnim 
Generaloberst a. D.

Hans-Jürgen v. Arnim stammt aus dem uckermärkischen Familienzweig Suckow. Sein Vater war der Königlich preußische Generalmajor a. D. Hans v. Arnim (1861 - 1931), seine Mutter Martha Honrichs aus Reichenbach  (1865 - 1953). Schon Hans-Jürgens Großvater, Theodor v. Arnim, war Offizier gewesen, der als Königlich preußischer Oberst in den Ruhestand getreten war.

 

Bis 1939 war er nach Verwendungen als Bataillons- und Regiments- zum Divisionskommandeur aufgestiegen und inzwischen zum Generalmajor befördert worden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ihm, inzwischen Generaloberst, nach der Abberufung Rommels im März 1943 der Oberbefehl über die Heeresgruppe Afrika übertragen. Nach der Kapitulation gegenüber den inzwischen übermächtigen britischen Streitkräften im Mai 1943 geriet er in britische, später amerikanische Kriegsgefangenschaft.

 

 

Hans-Jürgen v. Arnim
* 4. April 1889,  

† 1. September 1962


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