Die von Arnim‘sche Stiftung

Seit alters hat sich die Familie für in Not geratene Familienmitglieder eingesetzt.

Die früheste Form der geregelten Hilfe mittels finanzieller Zuwendungen existiert seit 1823. Damals gründeten der Königlich preußische Regierungspräsident zu Minden/Westf. und Herr auf Gerswalde Carl Ludolf Bernhard v. Arnim a.d.H. Gerswalde gemeinsam mit seiner Schwester Charlotte Sophie Beate, verwitwete v. Versen, die

„von-Arnim-Gerswaldische Familienstiftung“

Wenige Jahre später stifteten  der Königlich preußische Rittmeister a. D. und Herr auf Sperrenwalde Friedrich Wilhelm Richard v. Arnim a.d.H. Sperrenwalde und seine Ehefrau Johanna Sophia Dorothea geb. Georges die

„von-Arnim-Sperrenwaldische Familienstiftung“

Die Grabsteine beider Stifter stehen im Schatten der Kirchenruine zu Groß Sperrenwalde. Johanna war übrigens zuvor mit Carl Ludolf Bernhard v. Arnim verheiratet gewesen, der bereits 1828 gestorben war.
In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts war durch den Königlich preußischen Ministerpräsidenten a. D. und Herrn der Grafschaft Boitzenburg Adolf-Heinrich Graf v. Arnim eine

Stiftung des Hauses Boitzenburg

ins Leben gerufen worden.
Auch die in Sachsen ansässigen Arnimschen Häuser Kriebstein und Planitz hatten am 14. Januar 1888 in Dresden eine weitere Stiftung, die

„von Arnim‘sche Familienstiftung“

eingerichtet. Träger der Stiftung waren die Nachkommen des Königlich polnischen und kursächsischen Kammerherrn Johann Georg v. Arnim auf Planitz, die sich unabhängig vom in Preußen ansässigen Familienverband in Dresden zum „von Arnim‘schen Geschlechtsverein“ zusammengeschlossen und sich eine eigene Geschlechtsordnung gegeben hatten. Das Stiftungsvermögen wurde im wesentlichen durch Friedrich Henning v. Arnim a.d.H. Planitz, Herr auf Crossen und Oberau, eingebracht.
Die nach Kriegswirren, Wirtschaftskrisen und Währungsreform verbliebenen Arnimschen Einzel-Stiftungsvermögen wurden mit Beschluß vom 1. August 1981 zusammengelegt und als gemeinsame

„von Arnim‘sche Stiftung“

neu konstituiert. Ein Teil des Vermögens wurde wenig später hinzugestiftet. Die Stiftung hat ihren Sitz in Bonn. Die Satzung wurde am 14. Oktober 1982 genehmigt.
Der Stiftungszweck erlaubt es, vorrangig bedürftige Familienmitglieder in bescheidenem Rahmen zu fördern. Auch Nichtfamilienmitglieder können unter besonderen Umständen Zuwendungen erhalten.
Die Stiftung verfolgt in erster Linie unmittelbar mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO).

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied ist Alard Graf v. Arnim a. d. H. Boitzenburg.

Text: Jasper v. Arnim